In der Natur entdeckt Wanderberichte

Was blüht denn da? Die Königin des Achtals

Zur Königin des Achtals kommen wir weiter unten. Der letzte Rundgang war vor 8 Tagen. Zwischenzeitlich hat sich botanisch einiges getan!

Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke

Die zerriebenen Blätter der Knoblauchsrauke riechen stark nach Knoblauch, obwohl die Pflanzen völlig unverwandt sind. Der Geruch kommt von Senfölen, die in der Pflanze vorkommen. Sie gehört auch, wie der Senf, zu den Kreuzblütlern. Die Pflanze enthält die Vitamine A und C und passt wunderbar in einen Frühlingssalat. Sie ist recht häufig am Waldrand zu finden.

 

Goldnessel

Goldnessel

Die Goldnessel oder auch Gelbe Taubnessel sieht vom Wuchs und von der Blattform her aus wie eine Brennesel, hat aber keine Brennhaare. Sie ist ein Lippenblütler. Die Blüten werden (wurden) gerne von Kindern abgezupft und vom hinteren Ende her ausgezutzelt, In vielen Blüten kann man so an den Süßen Nektar gelangen. Keine Sorge, die Pflanze ist völlig ungiftig.

 

Rote Lichtnelke

Rote Lichtnelke

Die Rote Lichtnelke, schwäbisch auch Bachnägele oder Pfingstnägele genannt, ist sehr häufig in Wiesen oder am Waldrand anzutreffen.

 

 

 

 

 

Persischer Ehrenpreis

Persischer Ehrenpreis

Der Persische Ehrenpreis ist ein echter Neophyt. D. h., die Pflanze ist hier nicht heimisch, sie stammt aus dem westlichen Asien. Sie ist um 1805 aus einem Botanischen Garten in Karlsruhe ausgebüxt. Sie kann mit anderen, heimischen Arten verwechselt werden. Der Gattungsname ist Veronica. Er ist sehr häufig, auch im Rasen, zu finden.

 

Schwarzdorn

Schwarzdorn

Der Schwarzdorn ist ein dorniger Strauch. An ihm reifen im Herbst die bekannten bitteren Schlehen. Diese Früchte eignen sich gut zur Likörherstellung. Dazu sollten sie nach dem ersten Frost gesammelt werden.

 

 

Purpur-Knabenkraut

Purpur-Knabenkraut

Purpur-Knabenkraut

 

 

 

 

 

 

 

Das Purpur-Knabenkraut ist eine Perle in der Pflanzenwelt unserer Gegend. Die Königin des Achtals. Eine sehr seltene Orchideenart. Sie ist stark geschützt. Sollten sie ein Exemplar finden, bitte nicht berühren, nur bestaunen. Der Name Knabenkraut, wie auch der Gattungsname Orchis weisen auf die zwei unterirdischen Knollen hin (Orchis = Hoden). Wenn ein Same der Pflanze auf die Erde fällt, kann es bis zu 10! Jahre dauern, bis er keimt, wenn er überhaupt keimt. Die Pflanze ist nicht nur schön, sondern auch äußerst anspruchsvoll. Eine echte Königin eben.

Homo sapiens botanicus

 

 

 

Im Wald entdeckt: Ein Homo sapiens botanicus, auf schwäbisch auch Blümlesma oder Baumknutscher genannt.

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