Etwas spät dieses Jahr finde ich Zeit, den ersten kleinen Bericht zu schreiben.
Der Blog heißt heute nicht „neues aus´m Achtal“, weil der Blümlesmann mal ein wenig oberhalb des Achtals unterwegs war.

Das Veilchen ist wohl einer der bekanntesten Frühlingsanzeiger. Es ist bekannt für seine Farbe und den Veilchenduft.
Hier ist das Wald-Veilchen, das leider nicht ganz so viel Duft verbreitet, wie sein Verwandter, das Wohlriechende Veilchen.
Auch wegen der Farbe ist das Veilchen bekannt. Wenn man einen Schlag aufs Auge einstecken musste, ist eine schöne Umschreibung für ein blaues Auge, ein Veilchen. Dann tut es auch nur noch hab so weh.
Das Veilchen ist ein altbekanntes Heilkraut und enthält Saponine, Schleimstoffe, Salicylsäureverbindungen und ätherische Öle und wird bei Atemwegserkrankungen angewendet
.

Von der Heilpflanze direkt zu Giftpflanze.
Die Wolfsmilcharten sind alle giftig. Wenn man den Stängel abreißt, tritt sofort ein weißer Milchsaft aus. Der Milchsaft und die Anwendung, das vergiften von Wölfen, haben der Pflanze den Namen gegeben.
Hier handelt es sich um die Zypressen-Wolfsmilch.
Als der Wolf noch ein Nahrungskonkurrent der Menschen war, weil er Schafe usw. riss, legte man Köder mit Schlachtabfällen aus und stopfte sie mit der Pflanze voll. Der Wolf nahm den Köder auf und verendete.
Der Wolf und sein Einfluss auf Mensch und Haustier wird ja aktuell wieder kontrovers diskutiert.
.
.
.
.

Zypressen-Wolfsmilch
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.
.

Ja gut, er heißt Wald-Sauerklee!
Ich nenne ihn trotzdem, wie schon seit Kindesbeinen an Hasenklee. Die hellgrünen dreiblättrigen Blätter schmecken herrlich säuerlich. Man muss davon kosten, wenn man ihn sieht. Ich hab noch nie ein vierblättriges gesehen.
Der saure Geschmack kommt von der enthaltenen Oxalsäure. Die ist jetzt nicht so sehr gesund, ist aber nur in kleinen Mengen enthalten.
In Rhabarber ist viel mehr enthalten, und den isst man in einem schönen Rhabarberkuchen ja in viel größeren Mengen. Auch in Schokolade ist Oxalsäure drin.
.
.

Beim genauen Hinsehen sieht man die feinen Linien in den Blütenblättern, die so typisch sind.
Man kann den Hasenklee mit nichts verwechseln und er ist auch nicht geschützt.
Also! Bei der nächsten Begegnung unbedingt kosten.
Er ist übrigens mit dem Klee auf den Wiesen in keiner Weise verwandt.
.
.
.
.
.
.

Sie werden sich wundern, das hier eine solche Banalität wie der Löwenzahn besprochen wird.
Den kennt doch nun wirklich jeder.
Ich hab bewusst kein Prachtexemplar fotografiert, sondern eines, das eben so aussieht, wie ein Löwenzahn eben aussieht.
Er gehört zur großen Familie der Korbblütler. Alle Teile sind essbar. Zumindest die oberirdischen. Die Wurzel, die locker einen ganzen Meter tief in die Erda ragen kann, hab ich noch nicht gekostet.
.
.
.

Die Korbblüte ist eigentlich nicht eine Blüte, sondern sie besteht aus bis zu 300 Einzelblüte. Jede Einzelblüte ist komplett bestückt mit Griffel und Narbe und Staubbeutel.
Die Bienen haben bei der Löwenzahnblüte alle Beine voll zu tun. Ein großer Teil des Blütenhonigs wird aus dem Nektar des Löwenzahns gewonnen.
Auf Schwäbisch heißt der Löwenzahn hierzulande Grotteblum. In manchen Gegenden auch Bettsäucher oder Butterblum.
Allgemein wird er auch Kuhblume genannt.
.
.
.
Das war´s für heute. Wer mehr erfahren will, am 17. Mai ist Blümleswanderung
Für Fragen und Anregungen ist die Kommentarfunktion freigeschaltet.
Damit Sie sich nicht wundern. Wenn Sie einen Kommentar verfassen, dauert es ein Weilchen, bis er sichtbar wird. Er muss erst freigegeben werden.
