In der Natur entdeckt Wanderberichte

Was blüht denn da, an Pfingsten, im Witschwender Achtal?

Kleiner Fuchs

Zu Anfang was tierisches! Ein Kleiner Fuchs hat es sich gemütlich gemacht. Er ist der häufigste Schmetterling bei uns. Er ist im Frühling der erste, und schafft so zwei bis drei Generationen pro Jahr. Man sieht ihn massenhaft als schwarze Raupe an Brennesseln.

Der Schmetterling sitzt auf einem Giersch oder Geißfuß. Die Gartenfreunde kennen den Doldenblütler als Unkraut. Im Schwäbischen heißt er auch Baumtropfe, weil er gerne am Waldrand und unter der Traufe von Bäumen wächst.

 

 

Giersch

Ein weiterer Name ist Schättele oder davon abgeleitet Schrättele oder auch Hasenschättele. Das Vieh frisst ihn nicht so gerne, die Stallhasen (Kaninchen) um so lieber. Er wurde gegen allerhand Krankheiten eingesetzt, so auch gegen die Gicht. Daher auch der weitere Name Zipperleinkraut.
Ob er nun hilft oder nicht, man kann ihn als Wildgemüse oder im Salat gut essen.

 

 

 

Behangener Faserling

Auch Pilze gibts im Frühling. Dieser hier wäre sogar essbar. Bitte nicht sammeln, er ist schwer zu bestimmen und deshalb leicht zu verwechseln. Es ist ein Behangener Faserling (ohne Gewähr!)

 

 

 

 

 

Wald-Witwenblume

Wald-Witwenblume

Die Wald-Witwenblume wird oft gesehen und selten erkannt. Es ist keine Skabiose, wenn sie auch ähnlich aussieht.

Nach einer französischen Sage ist die Witwenblume aus den Tränen entstanden, die eine Witwe am Grab ihres verstorbenen Mannes vergoss.

 

 

Türkenbund-Lilie

Lange dauert’s nicht mehr, dann blüht endlich die zweite Schönheit des Achtals, die Türkenbund-Lilie.
Zwei Schönheiten an einem Platz, das gibt Stress, deshalb wartet die Lilie, bis die Orchidee verblüht ist.

 

 

 

 

 

Purpur-Knabenkraust Orchidee

Man kann den verdorrten Stängel des Purpur-Knabenkrautes nur noch erahnen! Die eine geht, die andere kommt

 

 

 

 

 

 

Brunnenkresse

Brunnenkresse

Auch im Achtal, beim Weißenbronnen, macht sich die Brunnenkresse breit.

Sie kann einem Wildsalat eine wunderbare Würze verleihen.
Sie ist reich an Vitamin A und C. Sie wurde in Wasserbeeten (Kressegärten) angepflanzt um sie in den vitaminarmen Wintermonaten zu ernten.

 

Helm-Knabenkraut

Helm-Knabenkraut

Hier findet sich eine weitere Orchidee, das Helm-Knabenkraut.

Wenn man sich die Blüte genau anschaut, sieht man  ein Männlein mit Helm! Und es ist eindeutig ein Männlein. Der wissenschaftliche Name Orchis militaris deutet in die selbe Richtung

 

 

Frauenschuh

Frauenschuh

Eine der seltensten Pflanzen bei uns ist der Frauenschuh. Erst vor einigen Jahren bei einer Blümleswanderung entdeckt, hält er sich tapfer. Ich war mir nicht sicher, ob ich diese kleine Sensation überhaupt veröffentlichen soll, aber wir sind ja alle Naturschützer. Hier stehen zwei Exemplare und ich habe keine Ahnung, wo ich die nächste finden sollte. Es sind die einzigen, die ich in meinem Leben zu Gesicht bekommen habe. Es gäbe zu dieser Pflanze viel zu sagen, aber ich lass es bei den Bildern. Man könnte meinen, sie sei nur dafür gemacht, den Menschen zu gefallen!

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